Pucher-Areal: Sagartz und Haffer fragen nach – „Was wurde aus Doskozils angekündigter Aufklärung?“

Eisenstadt, 27. 10. 2026

Landeshauptmann kündigte 2024 umfassende Prüfung des Millionen-Grundstücksdeals an – ÖVP bringt parlamentarische Anfrage ein und fordert Klarheit über die Ergebnisse
 
Im Mai 2024 kündigte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eine umfassende Überprüfung des Grundstücksgeschäfts rund um das Pucher-Areal in Mattersburg an. Hintergrund war der Weiterverkauf der ehemaligen Commerzialbank-Gründe, bei dem ein Immobilieninvestor innerhalb weniger Monate einen Gewinn von rund zehn Millionen Euro erzielt haben soll. Doskozil kündigte damals an, die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), die zuständige Wiener Aufsichtsbehörde und den Revisionsverband einzuschalten. Mehr als zwei Jahre später stellt sich die Frage, was aus diesen Ankündigungen geworden ist.
Sagartz Haffer mit parlamentarischer Anfrage
„Damals hat der Landeshauptmann vollständige Aufklärung und Transparenz versprochen. Jetzt, mehr als zwei Jahre später, ist öffentlich nicht nachvollziehbar, welche Ergebnisse die angekündigten Prüfungen gebracht haben. Deshalb wollen wir wissen, welche Schritte das Land tatsächlich gesetzt hat und welche Erkenntnisse mittlerweile vorliegen“, erklärt ÖVP-Landtagsabgeordneter Christian Sagartz.
Sagartz hat deshalb eine schriftliche parlamentarische Anfrage an Landeshauptmann Doskozil eingebracht. Darin geht es insbesondere darum, wann und in welcher Form die WKStA, die Wiener Aufsichtsbehörde und der Revisionsverband befasst wurden, welche Rückmeldungen das Land erhalten hat und ob die angekündigten Überprüfungen mittlerweile abgeschlossen sind.
Auch für ÖVP-Stadtparteiobmann Stadtrat Thomas Haffer sind diese Fragen angesichts der aktuellen Entwicklungen von besonderer Bedeutung. Mittlerweile wurden neue Baupläne für das Pucher-Areal bekannt. Bereits 2024 hatte Bürgermeisterin Claudia Schlager angekündigt, mit der Realisierung des Projekts erst dann zu beginnen, wenn alle offenen Fragen geklärt sind.
„Jetzt liegen neue Pläne auf dem Tisch und das Projekt soll weitergehen. Aber was ist eigentlich aus der angekündigten Aufklärung geworden? Welche Ergebnisse liegen vor und wurden die offenen Fragen tatsächlich beantwortet? Die Mattersburgerinnen und Mattersburger haben ein Recht darauf, das zu erfahren“, fordert Haffer.
Die Volkspartei Mattersburg-Walbersdorf fordert bereits die vollständige Offenlegung der aktuellen Planungen und eine öffentliche Gemeindeversammlung. Die parlamentarische Anfrage soll nun auch Klarheit über die Vorgänge rund um den damaligen Grundstücksverkauf bringen.
„Es geht nicht darum, irgendjemanden vorzuverurteilen. Aber wer öffentlich umfassende Aufklärung ankündigt, muss auch erklären können, was daraus geworden ist. Doskozil hat Transparenz versprochen – jetzt erwarten wir Antworten“, halten Sagartz und Haffer abschließend fest.
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